Deeplookers Lyriker-Liste

Die Liste ist der Versuch, einen Überblick zu geben über die zeitgenössischen deutschen Lyriker – aufgeführt werden deutschsprachige Dichter der Gegenwart und der nicht allzu fernen Vergangenheit, also nicht viel weiter zurück als in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Selbstverständlich ist die Liste unvollständig. Vor einigen Jahren hatte ich mehr so nebenbei die Idee, sie zu erstellen. Mir war aufgefallen, dass viele interessante Lyriker, besonders jüngere, in den Lexika nicht auftauchen, sie werden eigentlich gar nicht wahrgenommen. Viele Autoren sind nur im Internet zu finden, in Lyrik-Websites und in Dichter-Foren, oder sie veröffentlichen ihre Werke in Anthologien, die zu wenig Beachtung finden. Nach meinem Empfinden gibt es zahlreiche bemerkenswerte Autoren, die mehr Aufmerksamkeit verdienen – nur wenige haben Glück und schaffen es, einen seriösen Verlag für sich zu gewinnen, der ihre Gedichte exklusiv in einem Buch herausbringt.

Man kann die Liste auch als ein Projekt begreifen. Das ist zugegebenermaßen ein etwas hochtrabender Begriff, aber mir geht es darum, die Liste vielleicht mit Hilfe von Interessierten weiterzuentwickeln und zu aktualisieren – von Vervollständigen kann dabei allerdings nicht die Rede sein, denn es kommen ständig neue Lyriker hinzu, außerdem stellt sich angesichts der unüberschaubaren Menge von Gedichten im Netz immer das Problem, wie man sich auf wirklich ernsthafte Autoren mit einem gewissen Niveau beschränken soll, ein im Prinzip unlösbares Problem, weil die Eindrücke subjektiv bleiben. Trotzdem – wer einen Autor zur Liste beitragen möchte oder sich etwa selbst in ihr vermisst, der möge sich melden. Fremdsprachige und aus anderen Sprachen ins Deutsche übersetzte Autoren nehme ich nicht in die Liste auf, letzteres nicht, weil mir übersetzte Lyrik grundsätzlich widerstrebt.

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7 Gedanken zu “Deeplookers Lyriker-Liste”

  1. Ein tolles Projekt. Ich hole mir hier Hinweise.

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  2. LennieW sagte:

    „…weil mir übersetzte Lyrik grundsätzlich widerstrebt…“
    Ist was dran.

    Shakespeares Sonette zum Beispiel sind über 80 mal auf deutsch übersetzt worden, wobei meistens ein ziemliches Gestocher dabei rausgekommen ist.

    Aber soll ich mich beispielsweise Beaudelaires „Blumen des Bösen“ (Les Fleurs du Mal) nicht einmal gedanklich nähern können, bloß weil ich kein Französisch spreche ?

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  3. Schöne Seiten zum Stöbern.

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  4. Da gibt es wirklich Neues für mich, keinen alten Einheitsbrei.

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  5. Legellum sagte:

    Vieles gefällt mir richtig gut in dieser „Lyrik-Anthologie“, aber einiges ist auch ziemlich trivial.
    Unter dem Strich:
    Ein sehr lesenswertes Projekt.

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  6. Herz-Schmerz-Getippe ist nicht darunter, aber einige erstaunlich gute Sachen.

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  7. Baumeister sagte:

    Starke Zusammenstellung, auch wegen eher amteurhafter, aber liebenswerter Versuche

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