thunderhand

Sozialstaat

Aufstehen um sich zurück zu ziehen,
schweigend den Rücken zur Wand,
das ist es was sie als Beitrag bezeichnen,
zu Frieden in diesem Land.

Die Augen und Ohren zugehalten,
taubblind für den Mangel umher;
Stimmen von unscharfen Klingen zerschnitten,
Niemand setzt sich zur Wehr.

Blinzelnd in der Dunkelheit
spürte ich einen Klang
explodierte Märchen warn es,
die ich jammernd fand.

Wunden der Betroffenheit
geschlagen von der Zeit
leckte sich die Gegenwart,
die Wahrheit war so weit.

Mit Händen und Füßen Lügen geprügelt,
befohlene Ruhe schlicht überhört
Träume fremder Köpfe gesprochen,
und habe sie schreiend gestört.

Bin gegen Unrecht stets geschwommen,
für Ethik und Moral gekämpft.
Die Werte wurden oben zerbrochen,
der Volksvampir vom Bleistift gehemmt.

Sie haben uns alle damit getroffen,
der Mensch er blutete aus,
die Seelen im Redeschwall ersoffen
oben der Leichenschmaus.

Hören, Sehen, Wahrheit erkennen,
das hat man mich gelehrt.
Die Kritiker längst vergangener Tage,
sie werden von mir verehrt.

Ich habe nicht das Maul gehalten,
endlich mich lauthals gewehrt,
weil Schweigen doch in Kriege mündet
wenn man die Zeichen nicht hört.

Jene, welche die Wahrheit schmieden
zu einem Lügenschwert
sind früher einmal aufgestanden,
Friede in Ketten war nie etwas wert.

von “thunderhand” – das Gedicht erschien am 29.1.2008 im Lyrik-Forum von SPON.

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1 Gedanke zu “thunderhand”

  1. Gejaule auf maximal mittlerem Niveau.

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