Henning Veitgen

Wenn Goethe sich ins Fäustchen lacht
und Schiller sich das Leibchen nässt
sich Heine in die Hosen macht
so ist grad Frauen-Lyrik-Fest.

Wenn Claudius, Uhland, Benn und Walther,
kreischend sich die Ohren halten,
dichten sicher grad die Eintagsfalter
oder was sie dafür halten.

Wenn Hölderlin und Hölty gar
vor Lachen und Entsetzen schreien
liest wieder mal ein weit´rer Narr
modernes für den Lyrik-Laien.

Doch eines bleibt von eurem Gewölle
zur Strafe – bis an das Ende der Zeit
auch ihr kommt in die Dichter-Hölle
und hört nur noch euch selbst, in Ewigkeit.
(Ist nun mal so, tut mir Leid.)

von Henning Veitgen – das Gedicht ohne Titel erschien am 30.7.2005 im Lyrik-Forum von SPON.

Ach blöder Haiku
deine Plapperhaftigkeit
nervt mich weiterhin

weil fünfsiebenfünf
manieristische Silben
ohne jeden Wert

nur ein fahles Bild,
von Mensch, Natur und Schatten
aus sich verraten

ohne dass es gelänge
den Zauber unseres Seins
wortarm zu spiegeln

Du bist ein Bankert,
aus Tinte mit dem Pinsel
bist du gezeichnet

Um schwach und kraftlos
jedes Papier in Schönschrift
zu beleidigen

Dazu geboren
die Geistlosigkeit
lesbar zu machen.

von Henning Veitgen – das Gedicht ohne Titel erschien am 11.10.2005 im Lyrik-Forum von SPON.

Der Kuckuck hüpft von Ast zu Ast
man meint, er hätt `ne Meise
und legt sein Ei, dort wo es passt
ganz heimlich wie auch leise.

von Henning Veitgen – das Gedicht ohne Titel erschien am 12.5.2006 im Lyrik-Forum von SPON.

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1 Gedanke zu “Henning Veitgen”

  1. Baumeister sagte:

    Murks hoch 10

    Gefällt mir

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