drum

Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit

Heut‘ kann ich nicht schlafen geh’n. Heut‘ find‘ ich keine Ruh‘.
Ich will Tanz und Lichterglanz und Musik dazu.
Grad‘ weil ich so traurig bin, drum bleib‘ ich nicht allein.
Will mein Herz betör’n im Nu bei Musik und Wein.

Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, komm, spiel‘ mir was vor.
Denn ich will vergessen heut‘, was ich verlor.
Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, Du kennst meinen Schmerz.
Und wenn Deine Geige weint, weint auch mein Herz.
Spiel‘ mir das süße Lied aus gold’ner Zeit.
Spiel‘ mir das alte Lied von Lieb‘ und Leid.
Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, komm, spiel‘ mir ins Ohr.
Denn ich will vergessen ganz, was ich verlor.

Wisst ihr was die Liebe ist ? Ein kurzer Traum im Mai.
Wenn Dein Mund sich satt geküsst, ist der Traum vorbei.
Nichts als die Erinnerung bleibt Dir allein zurück.
Und du kannst nur träumen von vergang’nem Glück

Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, komm, spiel‘ mir was vor.
Denn ich will vergessen heut‘, was ich verlor.
Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, Du kennst meinen Schmerz.
Und wenn Deine Geige weint, weint auch mein Herz.
Spiel‘ mir das süße Lied aus gold’ner Zeit
Spiel‘ mir das alte Lied von Lieb‘ und Leid.
Du schwarzer Angehöriger einer mobilen Minderheit, komm, spiel‘ mir ins Ohr.
Denn ich will vergessen ganz, was ich verlor.

von drum – das Gedicht erschien am 29.6.2009 im Lyrik-Forum von SPON.

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5 Gedanken zu “drum”

  1. So schön und traurig dieses Gedicht! Welches Lied wollte ich, dass der schwarze Angehörige einer mobilen Minderheit mir vorspielte? Vielleicht die Nora Luca.

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    • Hallo Gethsemane!

      Wir haben eben miteinander telefoniert – ich habe mich sehr über den Anruf gefreut. Als ich wieder zurückrufen wollte, hast Du nicht abgenommen, vielleicht warst Du nicht da, ich versuche es später noch einmal.

      Die E-Mail-Adresse von T-Online konnte ich nicht öffnen, weil sie nicht mehr existiert. Ich habe gerade die Auskunft erhalten, dass die Adresse automatisch gelöscht wird, wenn man sie ein halbes Jahr lang nicht benutzt, und das war bei mir der Fall. So sind alle deine Mails praktisch ins Nichts gegangen – das tut mit sehr leid.

      Ich gebe Dir hier eine E-Mail-Adresse von mir, die garantiert funktioniert: daudieck@ewe.net

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      • Ich glaube nicht, dass etwas ins Nichts gehen kann, für mich gibt es das Nichts nicht. Meine ungelesenen Mails, meine ungesehenen Zeichnungen, meine unbeholfenen Fotos, ja, vielleicht blieben sie ungelesen und ungesehen von Dir, sie haben aber Flügel, sie flogen irgendwohin, zu jemand, der sie braucht, wer kann das sein? Das weiß ich nicht, man braucht nicht, es zu wissen. Wie die Gebete eines Mönchs, gehen sie denn ins Nichts? Sie müssen jemand helfen, aber wenn, das weiß der nicht. Nichts geht ins Nichts, auch wir gehen ins Nichts nicht.

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      • spatz sagte:

        Aber vielleicht haben Sie recht, und ich irre mich gewaltig. Die Mails haben keine Fluegel, die Fotos ebenfalls nichts. Die Mails bestehen aus kleinen Buchstaben, Fluegel haben sie nicht. Nur die Engel haben Fluegel, aber es ist gesagt, dass es sie nicht gibt. Und manchmal haben die Menschen Fluegel, aber diese haben ein kurzes Leben, es kommt immer jemand, sie zu schneiden.

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  2. spatz sagte:

    So schön dieses Gedicht! Nach fast zwei Jahren finde ich es noch schöner. Ich vermisse dich, Deeplooker. Deine Gedichte, die Gedichte der anderen … Liest niemand anderer diese Gedichte? Keinen Kommentar lese ich. Schade, oder vielleicht besser. Nicht für alle Augen sind sie. Hattest du die Nora Luca gehört? Ich höre sie gerade und denke an dich, an vergangenen Zeiten, an süßen, an bitteren Zeiten. Ich vermisse dich, Deeplooker. Wo bist du jetzt? Hörst du Lieder dort, wo du dich jetzt befindest? Liest du Gedichte? Ich sende dir meine ganze Liebe, ich werde dich nie, nie, nie vergessen.

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