Die Deutschen haben ein gestörtes Verhältnis zum Wasser – wussten Sie, dass Leitungswasser bis zur Hälfte aus Oberflächenwasser besteht? Nein, das wussten Sie nicht, aber Sie trinken es, manche kochen sich sogar ihren Tee damit, unglaublich. Sie wissen ja nicht einmal, was es mit einem Säuerling auf sich hat oder wie still ein stilles Wasser ist. Sie trinken auch bedenkenlos Wasser, das nach Polyethylenterephtalat schmeckt, vulgo nach Plastik. Neulich las ich irgendwo dieses:
„Typisch Allgäu: Die neuen PET-Flaschen von Krummbach“
Und nun frage ich Sie, was an Polyethylenterephtalat typisch allgäuisch ist – sehen Sie, Sie haben schon wieder keine Ahnung, doch das war ja zu erwarten.

Sie sollten mit Ihren verkümmerten Geschmacksnerven viel mutiger in die Wunderwelt des deutschen Wassers eintauchen, dann regenerieren sie sich auch wieder, zumindest die Geschmacksnerven, ansonsten, na ja – hier ein paar Insider-Tipps für den Anfang: Eine Trinkkur mit Saidschitzer Bitterwasser wird Ihnen ganz neue Wasser-Horizonte erröffnen, wobei Sie diese Kur sogar mit einigen Gläsern Siliner Sauerbrunnen kombinieren können, ähnlich bewährt haben sich Wellness-Wochen mit einer Kombination aus Bad Suderoder still und Gänsefurther Schloss Quelle still.

Vertrauen Sie sich aber immer Fachleuten an, gehen Sie nicht den Werbeparolen der Mineralwasser-Industrie auf den Leim, wie etwa:
„Trink Brohler, fühl dich wohler“ oder
„beautywater Q10 – die Quelle der Schönheit, der innovative Beauty-Drink mit hoher Bioverfügbarkeit“ oder
„Sie mögen stilles Wasser? Dann haben wir das Richtige für Sie: Black Forest still.“

So wird die Menschheit betrogen, so werden Sie nie ein Wassergenießer, schon gar kein Aqua-Experte – sie haben zu dicht am Wasserhahn gebaut, Sie sind immer noch gefangen in Ihrer kleinkarierten Hebelmischer-Mentalität, befreien Sie sich endlich: Das köstlichste Wasser der Welt wartet auf Sie.

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