An den Hängen des Ngorongoro leckt das Gnu seine Wunden
Im Rausch noch hechelt der Leopard, aus seinem Maul tropft Blut
auf den Seifenspender, und vor dem Handy-Klingelton schnaubt
das Nashorn voller Wut. Am Grab von Bernhard Grzimek trauert
die Fleckenhyäne, sie denkt an Hawaii und daran, dass es dort kein
Bier gibt. Die Pavianmutter wühlt im Schlamm des Wasserloches
sie sucht ihr Ticket nach Norkorea, als das arme Kind mit den
Krokodilen badet, es wird nicht fliegen, wenn die Moskitoschwärme
über dem Aas schwirren. So habt ihr es gewollt, die Tiere verharren
in den Funklöchern, nur die Elefanten besprühen mit ihren Rüsseln
den verdreckten Jeep des Park-Rangers, der sein Eiskonfekt lutscht.
Löwen posieren verzeckt vor dem Trott der Safaris, sie warten auf
den Wetterbericht und spähen aus nach leckeren Immobilienmaklern.

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