Neben dem Komposthaufen kommt der Hund zu liegen, nicht direkt daneben. Einen Meter tief, das muss reichen für einen Hund. Schwerer Boden und kein guter Spaten. Mit der Schaufel kann er schlecht graben, die Erde bleibt haften, schmierige Placken, immer wieder muss er sie mit dem Fuß wegtreten. Ein Regenwurm kringelt sich unter ihm, durchstochen, munter.

Der übergroße Plastikbeutel ist von einem Möbelmarkt. Als er den Hund hineinschiebt, fällt ihm der Unterschrank für das Bad wieder ein, für Handtücher oder so, idiotischer Schrank. Die Werbung auf dem Beutel stört – Reklame passt nicht zu einem toten Hund. Er steht im Regen und beugt sich herunter. Unter der Folie fühlt er das Tier, das Fell. Egal, auch Plastik vergeht, dauert nur länger.

Im Schuppen waren mehr Spaten – rätselhaft, wo die Sachen hinkommen. Schon fast dunkel, er wischt den Schweiß von der Stirn weg, der sich dem Nieselregen vermischt hat. Ein unhandlicher Plastikbeutel, viel schwerer als er dachte. Vor dem Loch rutscht er aus, fällt auf die Knie. Der Hund landet mit einem dumpfen Aufprall unten. Wenigstens vernünftig liegen muss er, Handgriffe, mit denen er seinen Freund ausrichtet. Noch Blumen, irgendwelche, irgendwo ausgerissen. Er steht noch nicht wieder auf, hält die Blumen fest. Die Schrift auf dem Plastikbeutel ist deutlich zu lesen – aber die Blumen werden sie verdecken. Dafür wird er sorgen, dafür wird er sorgen. Er fährt sich mit der Hand über sein Gesicht, Erde verklebt seine Augen.

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