Hast du nichts anderes als diese Trauer? Sie lungert in deinen Augen, sie hängt dir im Gesicht, manchmal langweilt sie sich, lässt ein Lächeln durch, das meinen Speichel aufschäumt. Dann irren meine Blicke über dich und suchen Halt an dir, doch zu glatt, zu hart, deine Mimik ist wieder eingerastet, ich perle an dir ab. Wir sitzen da, du stehst auf, um etwas zu holen, du bringst es – Briefe, einen Apfel, den du mit dem Kartoffelmesser schälen wirst. Ich mag es, anwesend zu sein, ich bin das Passepartout für alle meine Bilder, die langsam vergilben. Warum ist nichts anderes als Trauer? Wir trauern beide, eine Orgie im Gleichtakt. Wir sollten hinaus gehen an die Luft, uns den Wind um die Nase wehen lassen, einen Fuß vor den anderen setzen, zusammen ausschreiten auf Gehwegen, bis wir irgendwo ankommen.

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